MacDonald, Betty et al - Das Ei und ich
Diese Memoiren erzählen mit viel Humor vom Leben und den Abenteuern der Autorin auf einer Hühnerfarm im amerikanischen Nordwesten der Prohibitionszeit, die sie in den Jahren von 1928 bis 1930 mit ihrem ersten Ehemann bewirtschaftete. Wer allerdings glaubt, in diesem außergewöhnlichen Erinnerungsbuch eine romantisierende Verklärung des einfachen Lebens auf dem Lande zu finden, irrt sich gründlich, denn MacDonald schildert mit viel Ironie und zuweilen auch einer tüchtigen Portion Sarkasmus die Härten des Farmalltags in der Wildnis, der morgens um vier beginnt und abends um neun erst endet und während dessen sie mehrmals fliegend die Rollen wechselt: Farmerin, Ehefrau, werdende Mutter. MacDonald steht dabei in der verborgenen Tradition US-amerikanischer Schriftstellerinnen des 19. Jahrhunderts, die unter meistens widrigen Bedingungen "ihre Frau" standen und daneben ebenso realistische wie pragmatisch-humorvolle Beschreibungen aus dem Leben im alten Amerika verfassten. Der Leser erfährt von den Tücken aber...
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